Im Bund kooperiert die CDU nun mit der AfD. Angenommen Sie werden nach der Landtagswahl 2026 Ministerpräsident: Wie wahrscheinlich ist eine solche Kooperation/ Koalition mit der AfD auf Landesebene?
Sehr geehrter Herr M.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.
Zu der von Ihnen angesprochenen Abstimmung im Bundestag: Mit der AfD gab es zu den Anträgen und dem Gesetzentwurf der CDU/CSU-Bundestagsfraktion keinerlei Verabredungen oder Gespräche und dabei wird es auch bleiben. Dafür steht Friedrich Merz, der mit allen Konsequenzen sein Schicksal als Parteivorsitzender an diese Frage geknüpft hat. Die AfD ist eine Partei, die rechtsextremes Gedankengut, Antisemitismus und Rassismus in ihren Reihen bewusst duldet. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wäre ein Verrat an unseren christdemokratischen Werten. Dennoch, das ist meine volle Überzeugung: eine inhaltlich richtige Entscheidung wird nicht dadurch falsch, dass die Falschen zustimmen.
Lassen Sie mich unmissverständlich klarstellen: Die CDU Baden-Württemberg lehnt jede Form der Kooperation oder Koalition mit der AfD strikt ab – das gilt heute und für die Zukunft. Unsere Partei steht für eine klare Abgrenzung gegenüber extremistischen und populistischen Strömungen. Die AfD ist keine demokratische Alternative, sondern eine Partei, die unsere Werte von Rechtsstaatlichkeit, europäischer Zusammenarbeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt infrage stellt.
Wir setzen uns für eine Politik ein, die die Mitte der Gesellschaft stärkt, Lösungen für die Herausforderungen unseres Landes erarbeitet und dabei für Stabilität und Verlässlichkeit steht. Baden-Württemberg braucht eine Regierung, die Brücken baut – nicht solche, die Gräben vertieft.
Freundliche Grüße
Manuel Hagel MdL