Frage von Robert N. •

Sehr geehrter Herr Dr. Stefinger, was unternehmen Sie, um schwere Unfälle durch nicht mehr fahrtaugliche ältere Mitbürger in Zukunft zu verhindern?

Fälle wie dieser https://www.br.de/nachrichten/bayern/von-auto-ueberrollt-fussgaengerin-stirbt-im-krankenhaus,UdncEuz bei der eine 24jährige mitten aus dem Leben gerissen wird, weil eine Fahrerin ihr Fahrzeug in einer Einparksituation nicht beherrscht, machen mehr als betroffen.

Portrait von Wolfgang Stefinger
Antwort von
CSU

Sehr geehrter Herr N.,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26.02.2025 zum Thema Verkehrssicherheit.

Der Vorfall in der Münchener Innenstadt ist zweifellos tragisch, und meine Gedanken sind bei allen, die von diesem Unglück betroffen sind. Dennoch sollten wir jetzt nicht pauschal die Fahrtüchtigkeit älterer Verkehrsteilnehmer infrage stellen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Anteil der Unfallteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren wesentlich größer ist als der Anteil älterer Fahrer.

Darüber hinaus sollten wir nicht vergessen, dass Deutschland im internationalen Vergleich in puncto Verkehrssicherheit mit an der Spitze liegt und die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2024 auf den drittniedrigsten Wert seit 1953 gesunken ist.

Dies bedeutet keineswegs, dass wir uns nicht weiterhin bemühen müssen, unsere Straßen noch sicherer zu machen. Grundsätzlich ist dafür jedoch die Voraussetzung, dass sich die Menschen, die am Steuer eines Autos sitzen, im Straßenverkehr verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll verhalten – und das ist keine Frage des Alters.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Stefinger

Was möchten Sie wissen von:
Portrait von Wolfgang Stefinger
Wolfgang Stefinger
CSU