Warum werden keine weiteren Studentenwohnheime gefördert, wenn Studierende extra für die Ausbildung von Großprojekten der Landesregierung nach Magdeburg gelockt werden?
Sehr geehrter Herr Dittmann,
mit den Plänen zum Bau einer Chipfabrik von Intel wurden in Magdeburg extra Studiengänge zur Ausbildung von Fachkräften in den für das Großprojekt erforderlichen Bereichen "Halbleitertechnologie", "Nanotechnologie" und "Mikrotechnologie" geschaffen. Diese Studiengänge erfordern ein hohes Englischniveau, weshalb vor allem Studenten aus dem Ausland angelockt werden (siehe MDR Berichten zum Thema "Intel Magdeburg"). Doch für internationale Studenten ist es schon vor diesem Projekt sehr schwer gewesen eine Wohnung in Magdeburg zu bekommen (z.B.: aufgrund von Ausländerfeindlichkeit oder Sprachbarrieren) und auch die Studentenwohnheime sind voll. Selbst für deutsche Studierende ist die Steigerung der Mietpreise deutlich zu spüren.
Warum werden keine weiteren Studentenwohnheime gefördert, wenn Studierende extra für die Ausbildung von Großprojekten der Landesregierungen nach Magdeburg gelockt werden?
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Hallo Frau W.,
wir setzen uns auf allen Ebenen von Kommunalpolitik bis in den Bundestag für die Förderung und verstärkte Investitionen in günsitges Wohnen allgemein und besonders auch für Wohnraum während der Ausbildung oder dem Studium ein.
In unserem Wahlprogramm finden sie dazu z.B. folgenden Abschnitt: "Für mehr bezahlbaren, inklusiven und barrierefreien Wohnraum möchten wir den Bau sowie die Sanierung von Wohnheimen über das von uns in der laufenden Wahlperiode aufgelegte Programm „Junges Wohnen“ verstetigen und weiter fördern."
Über dieses Programm wurden bereits Wohnheime in Hamburg, München, Aachen, Ilmenau und Bremen gefördert. Der Fokus liegt hier deutlich auf Regionen die ein sehr schwieriges Wohnumfeld für junge Menschen bedeuten.
Da für diese Förderungen aber auch immer lokale Aktivitäten notwendig sind, die einen Bau anstreben und entsprechende Förderungen beantragen setzten wir uns auch im Magdeburger Stadtrat für mehr Wohnungsbau für Studierende und Menschen in Ausbildung ein. Ein Beispiel dafür ist der Aldi-Neubau in Buckau (Schönebecker-Str./Klosterbergstraße). An dieser Stelle müssen die interessen zwischen einer möglichst schnellen Wiederherstellung einer Einkaufsmöglichkeit und der bestmöglichen Nutzung der Baulücke abgewogen werden. Wir sprechen uns an dieser Stelle dafür aus ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus errichten zu lassen in dem vorwiegend Wohnraum für Studierende und Menschen in Ausbildung geschaffen wird.
Gruß Peter