Weshalb erhoffen Sie sich durch einen Wechsel in den Bundestag mehr für die Digitalisierung Deutschlands erreichen zu können als in Ihrer bisherigen Tätigkeit im Bundesministerium des Inneren?

Durch meine bisherige Tätigkeit im Bundesinnenministerium arbeite ich direkt an der Digitalisierung der Verwaltung mit und konnte hier wertvolle Erfahrungen sammeln und habe gelernt welche politischen Stellschrauben verändert werden müssen, um hier voran zu kommen.
Im Bundestag möchte ich genau daran anknüpfen: Ich will die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, die es Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, digitale Prozesse effektiv und einfach zu gestalten. Es braucht weniger Bürokratie, mehr Automatisierung und vor allem ein konsequentes "Digital First"-Denken in der Gesetzgebung. Wir müssen User Experience (Nutzerfreundlichkeit) einen höheren Stellenwert einräumen und bei Vorhaben - nicht nur bei digitalen Projekten - die User Experience verpflichtend berücksichtigen - wie heute schon den Datenschutz und die IT-Sicherheit.
Ich habe zu Verwaltungsdigitalisierung geforscht, promoviert und sie als Ministerialbeamter mitgestalten dürfen. Nun möchte ich diese Erfahrungen als Praktiker in diesem Bereich in den Bundestag tragen, um weiter daran mit zu arbeiten, unseren Staat endlich ins 21. Jahrhundert zu bringen.