Wer Rente möchte oder der Meinung ist dass Sie ihm zusteht soll auch in die Rentenkasse einzahlen. Nur dann kann das Gleichgewicht hergestellt werden. Immer weniger zahlen für immer mehr ein. Gerecht?

Sehr geehrter Herr K.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Sie sprechen einen zentralen Aspekt einer nachhaltigen und gerechten Rentenfinanzierung an: das Verhältnis von Einzahlern und Rentenempfängern. Nur wenn dieses Verhältnis intakt bleibt, können in dem gegenwärtigen umlagefinanzierten Rentensystem auskömmliche Renten bezahlt werden.
Der demographische Wandel führt allerdings zunehmend dazu, dass die Zahl der Einzahler ab- und die Zahl der Rentner zunimmt. Laut dem Statistischen Bundesamt wurde der größte Babyboomer-Jahrgang 1964 im Jahr 2024 sechzig Jahre alt. Dieser Jahrgang erreicht somit Ende der 2020er-Jahre das Rentenalter. Alle nachfolgenden Geburtsjahrgänge sind deutlich kleiner: Gegenüber 1,36 Millionen Geburten 1964 waren es 2023 mit 693.000 nur noch etwa halb so viele.
Deshalb setzen wir Freie Demokraten uns für eine stärkere Kapitaldeckung der Rente ein. Nur so können die fehlenden Einzahlungen der zahlenmäßig kleineren Generationen ausgeglichen werden. Wir brauchen eine gesetzliche Aktienrente als renditestarke Ergänzung zur traditionellen Rente, wir brauchen stärkere Betriebsrenten und wir brauchen eine Reform der Riester-Rente, damit die Bürger steuerlich gefördert ein individuelles Altersvorsorgedepot besparen können.
Freundliche Grüße,
Christian Dürr