Ich frage mich und Sie, wo bleibt nicht nur bei den Pensionsansprüchen, der Sozialpackt? Viele Rentner bekommen nach 45 Jahren Einzahlung nicht mal diese, die Abgeordnete nach vier Jahren erhalten?
Sie waren jetzt in der Regierungsverantwortung und was haben sie gegen die Armut in Deutschland getan? NICHTS!!! Ihre Politik bestand und besteht immer noch darin alles zu unternehmen, nur nichts für das Gesundheitssystem, das Schulsystem, die Pflege und ganz zu Schweigen die Beseitigung von Armut. Ihr Herr Lindner hat mal gesagt, "Lieber gar nicht Regieren, als schlecht Regieren". Warum ist er dabei nicht geblieben? Es sind ja immer nur die anderen Schuld. Warum zahlen eigentlich die Beamten nicht in die Rentenkasse ein? Warum müssen die Steuerzahler für ihre Pensionen aufkommen? Wenn sie nicht in die Rentenkasse einzahlen wollen, machen sie eine eigene, für Beamte auf. Hauptsache sie liegen dem Steuerzahler nicht mehr auf der Tasche. Das mit den Rentenaktien und Rentenfonds ist doch nur Heuchelei, um weiter von Steuergeldern zu leben.

Sehr geehrter Herr B.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Ihrem teilweise verständlichen Ärger über das Rentensystem und die Sozialpolitik möchte ich entgegenhalten, dass das Armutsrisiko in Deutschland selbst nach Ansicht des eher linken Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) deutlich zurückgegangen ist (https://www.diw.de/de/diw_01.c.937313.de/publikationen/wochenberichte/2025_08_1/einkommensverteilung__anzeichen_fuer_trendbruch_beim_armutsrisiko_____alleinerziehende_seltener_von_armut_bedroht.html).
Wir Freie Demokraten haben uns in Regierungsverantwortung vehement für steuerliche Entlastungen und finanzielle Hilfen gerade auch zugunsten von Beziehern kleiner und mittlerer Einkommen eingesetzt. Zudem haben wir mit einer maßvollen Haushaltspolitik dazu beigetragen, dass die Inflation wieder auf ein einigermaßen erträgliches Niveau zurückgegangen ist.
Zugleich ist das Rentensystem aber weiterhin dringend reformbedürftig. Eine echte gesetzliche Aktienrente zusammen mit einer steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, wie wir sie in der Koalition vorgeschlagen hatten, könnte hier auf längere Sicht deutliche Entlastung bringen. Dafür werben wir weiterhin. In einer alternden Gesellschaft kann nur der zusätzliche Aufbau eines individuellen Kapitalstocks verlässlich vor Altersarmut schützen.
Eine Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung würde dagegen nur kurzfristig zu einer Entlastung führen, da die Beamten im Durchschnitt eine hohe Lebenserwartung haben und die Rentenkasse auf Dauer zusätzlich belasten würden.
Freundliche Grüße,
Christian Dürr