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Frage von Jochen T. •

Warum wurde die MPU als eine Art von Ermessensentscheidung des Psychologen ausgestaltet, werden BIOS des Psychologen nicht zur Benachteiligung v. Randgruppen führen, ist das dann ein Faires Verfahren?

Der Ausgang eines Gutachten hängt primär vom Psychologen ab, aber Hellsehen kann dieser auch nicht und darum ist es heikel und unfair gestaltet. Alle anderen Teile der MPU basieren auf wissenschaftlich nachprüfbaren Verfahren, dies gilt jedoch nicht für Einschätzungen von Psychologen dies basiert nicht auf Wissenschaftl.Erkenntnis. Es gibt m.W. noch keine Studie die sicher belegen würde, das ein Verhalten in der Zukunft vorhergesagt werden könnte oder zumindest die Einschätzung realistisch belegt wäre. Die Menschen und auch der Begutachter unterliegen persönlichen Bios und das wirkt sich vermutlich nachteilig für manche aus, warum wird die MPU nicht fairer ausgestaltet? Lobbyieren hier die Anbieter zu stark politisch? Es obliegt also am Ende dem Psychologen, ob jemand nochmal kostenpflichtig antanzt (weiterhin mit Tests+Schulungen geschröpft wird) oder nicht. Warum gibt es keine fairen Verwaltungsvorgaben denn Kunden wüssten ja nicht was oder wie teuer der Widererwerb gesammt kostet?

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Antwort von
FDP

Sehr geehrter Herr T.

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. 

Das Ergebnis eines MPU-Gutachtens basiert auf einer umfassenden und fundierten Beurteilung durch speziell geschulte und staatlich geprüfte Fachleute. Diese Psychologen durchlaufen eine anspruchsvolle Ausbildung und Schulung, die sie befähigt, die Fahreignung einer Person zuverlässig und objektiv zu bewerten. Ihre Qualifikation wird somit über klare Vorgaben reguliert.

Der Ermessensspielraum des Psychologen liegt in der individuellen Auswertung der erhobenen Daten. Jeder Fall erfordert eine differenzierte Betrachtung von Persönlichkeit, Verhalten und der Bereitschaft zur Veränderung. Hier zeigt sich die Stärke eines geschulten Experten: Er kann den Einzelfall genau analysieren und einschätzen, ob und wie die untersuchte Person in der Lage ist, künftig sicher am Straßenverkehr teilzunehmen.

Diese individuelle Beurteilung dient letztlich der Verkehrssicherheit und soll gewährleisten, dass nur solche Personen wieder am Straßenverkehr teilnehmen, die keine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen.

Freundliche Grüße

Dr. Marco Buschmann MdB