Wird unter Ihrer Mitwirkung das Wohnen und Behalten eines Eigenheimes finanzierbar bleiben - z.B. Heizkosten, Dämmung, Vorschriften zu Systemen...

Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Wir Grünen wollen – vor allem in ländlichen Gebieten – das Wohnen im eigenen Haus erleichtern und die Chance auf Wohneigentum leichter zur Realität werden lassen. Dafür sollen Kauf oder Neubau des ersten, selbst genutzten Wohneigentums stärker und sozial gerecht gefördert werden. Insbesondere soll die energetische Sanierung von leer stehenden Wohnungen sowie die Teilung von derzeit ungenutzten Einfamilienhäusern besonders gefördert werden.
Um günstige Umbauten zu ermöglichen, wollen wir bau- und steuerrechtliche Hürden sowie den Bürokratieaufwand senken. Der Umbau bestehender Gebäude muss dringend attraktiver werden als Bestehendes abzureißen und neu zu bauen. Umbau vor Neubau ist auch aus ökologischer Sicht sinnvoll.
Die Förderung von energiesparenden Maßnahmen soll abhängig sein von der Effizienz der Maßnahmen. Je kleiner das Einkommen und je mehr Energie eingespart wird, desto höher die Förderung. Denn bereits kleine Sanierungsmaßnahmen wie die Isolierung einer Kellerdecke, die Dämmung der obersten Geschossdecke und die Optimierung der bestehenden Heizung erzeugen eine große Wirkung bei geringem Mitteleinsatz. Bis zu 70 Prozent der Kosten der Maßnahmen können durch die derzeitige Förderung von staatlicher Seite refinanziert werden. Natürlich müssen vor allem ältere Haushalte hier besonders unterstützt werden.
Das Wohnen im bestehenden Eigentum darf nicht zur Überforderung der Eigentümer*innen führen. Auch deshalb wollen wir übertriebene Anforderungen an bauliche Standards auf ein sinnvolles Maß zurückführen.
Mit einem sozial gestaffelten Klimageld aus den Erlösen der CO²-Steuer wollen wir zudem insbesondere Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen unterstützen.
Herzliche Grüße
Katrin Schmidberger