Hallo Herr Pahlke,werden Sie sich dafür einsetzen,dass in Zukunft kein russisches Uran nach Deutschland eingeführt wird?Werden Sie etwas gegen die russ.Aktivitäten in Lingen bei Framatom unternehmen?

Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Lieferungen von russischem Uran nach Deutschland und die Zusammenarbeit des französischen Nuklearkonzerns Framatome in Lingen mit dem russischen Konzern Rosatom sind in der aktuellen geopolitischen Lage inakzeptabel. Angesichts des fortlaufenden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und der Gefahr von Spionage und Sabotage, halte ich es für untragbar, dass russische Staatsunternehmen Einfluss auf unsere kritische Infrastruktur, insbesondere im Bereich der Atomenergie, nehmen.
Ich möchte nicht, dass Russland sich in unsere Energieversorgung oder in die nukleare Sicherheitsinfrastruktur einmischt. Der Zugang von Rosatom zur Brennelementefabrik in Lingen stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, das wir nicht hinnehmen können. Es ist an der Zeit, dass Deutschland und Europa sich unabhängig von russischen Uranimporten machen. Der Import von russischem Uran ist ein gefährlicher Beitrag zur Finanzierung von Putins Krieg – und das können und wollen wir nicht unterstützen.
Zudem halte ich es für zwingend notwendig, dass die Brennelementefabrik in Lingen langfristig geschlossen wird. Die atomare Infrastruktur sollte nicht weiter betrieben werden, und die Politik muss hier klare Signale setzen. Deutschland hat sich zum Atomausstieg entschlossen und dieser sollte konsequent durchgesetzt werden.
Wir müssen sicherstellen, dass die kommenden Generationen in einer sicheren und atomfreien Zukunft leben können, ohne dass fremde Akteure die Kontrolle über unsere Energieversorgung und Sicherheit haben.
Mit freundlichen Grüßen
Julian Pahlke