Wie viele hochradioaktive abgebrannte Brennelemente sind auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel gelagert und wo sollen diese endgelagert werden. Welchen Plan haben die Grünen?
Eine kurze Stellungnahme zur Kernenergie von Ihnen persönlich wäre für mich interessant.
Vielen Dank für eine Antwort im Voraus!
Sven B. Großenrade
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Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel werden abgebrannte Brennelemente in einem Standort-Zwischenlager aufbewahrt. Dieses Lager ist mit 80 Behälterstellplätzen ausgestattet. Für die neue Genehmigung nach § 6 AtG ist die Aufbewahrung von 20 Behältern auf 24 Stellplätzen beantragt. Es beherbergt derzeit meines Wissens nach 20 Behälter des Typs CASTORV/52. Jeder dieser Behälter fasst bis zu 52 abgebrannte Brennelemente.
Die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle, einschließlich abgebrannter Brennelemente, ist in Deutschland noch nicht abgeschlossen. Derzeit werden diese Abfälle in Zwischenlagern wie dem in Brunsbüttel aufbewahrt, bis ein geeignetes Endlager gefunden und in Betrieb genommen werden kann. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis ein Endlager für den hochradioaktiven Abfall der deutschen Kernkraftwerke zur Verfügung steht.
Die Suche nach einem sicheren Endlager, das den bestmöglichen Schutz gewährleistet, und die Umsetzung dieses Vorhabens in einem transparenten und partizipativen Verfahren bleibt eine enorme Herausforderung. Es ist eine Aufgabe, der sich das gesamte Land stellen muss. Auf dem langen Weg dorthin ist es jedoch unerlässlich, dass die bestehenden Zwischenlager sicher betrieben werden, um die Sicherheit der Bevölkerung und der Umwelt zu gewährleisten.
Auch daher gilt: Eine Rückkehr zur Hochrisikotechnologie Atomkraft ist weder für das Erreichen der Klimaziele noch für die Versorgungssicherheit notwendig und für uns GRÜNE aufgrund der ungeklärten Endlagerfrage, der Kosten und der Gefahr der Verbreitung von atomwaffenfähigem Material keine Option.