Frage an Volker Bouffier von Thomas S. bezüglich Arbeit und Beschäftigung
Sehr geehrter Herr Bouffier,
bei der Suche nach einem (allerdings bezahlten) Studentenjob bin ich zufällig auf das Angebot eines Praktikums gestoßen, dass bei der hessischen Staatskanzlei geleistet werden kann:
"Praktikum in der Hessischen Staatskanzlei, Abteilung Europa und internationale Angelgenheiten
Angebots-Nr.: #00001734
Art der Beschäftigung:
VollzeitDauer
midestens acht Wochen
Vergütung: unentgeltlich (...)
Firma: Hessische Staatskanzlei (...)
Ihr Einsatzspektrum:
Sie unterstützen die Abteilung Europa und internationale Angelegenheiten, in dem Sie im Referat für Öffentlichkeitsarbeit, im Referat für Grundsatzfragen und Koordinierung der Europapolitik und/oder in den fachlichen ausgerichteten Referaten eingesetzt werden. (...)"
Ich kritisiere, dass dieses Praktikum unentgeltlich erfolgen soll.
Frage 1:
Ist der Hessischen Staatskanzlei die Unterstützung durch die Arbeit junger Menschen so wenig wert, dass sie nichts dafür bezahlen will?
Frage 2:
Menschen müssen in der Zeit, in der sie arbeiten, letztendlich auch von etwas leben können und das kostet. Wovon sollen die unentgeltlich beschäftigten Praktikanten während der mindestens 8 Wochen langen Praktikumsdauer leben?
Frage 3:
Die Diäten der hessischen Politiker sollen eine „angemessene, ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung" abbilden.
http://www.hessischer-landtag.de/icc/internet/nav/e04/e0402c3e-84f8-c11b-9b77-912184e37345.htm
Warum zahlt die Staatskanzlei in Analogie zu diesem Verständnis ihren Praktkannt/inn/en nicht wenigstens eine angemessene Aufwandsentschädigung?
Frage 4:
Ist es nicht sehr ungerecht, dass sie als Ministerpräsident mehr als 13 000 Euro Monatsgehalt beziehen und junge in Vollzeit in Ihrem Hause arbeitende Menschen leer ausgehen?
Viele Grüße, Thomas Schüller