Frage an Ute Vogt von Jay S. bezüglich Umwelt
Klimakonferenz in Warschau;
Sehr geehrte Frau Vogt,
die letzte UN-Klimakonferenz in Rio war ein Fiasko. Was erwarten Sie sich von der Klimakonferenz in Warschau? Wäre es nicht notwendig sich auf Co 2 reduzierende Ziele zu einigen?
Wenn Sie an die Überschwemmungen z.B. in Sardinien oder in Südostasien denken, wäre es doch wichtig hier endlich zu einer Vereinbarung zu kommen, notfalls auch ohne Länder wie Australien.
Warum wollen Sie die geschäftsführende Regierung nicht kritisch konstruktiv im Bundestag begleiten, obwohl dies dringend geboten wäre?
Sind Sie auch dafür das der Kohleabbau in Garzweiller gestoppt wird?
Mit freundlichen Grüßen
Scharff
Sehr geehrter Herr Scharff,
danke für Ihre Fragen.
Die weltweit zunehmenden Extremwetterlagen zeigen eindrücklich, dass der Klimawandel an keiner Grenze halt macht. In der Tat war das Ergebnis der Doha-Konferenz mehr als unbefriedigend und auch in Warschau hat sich abermals gezeigt, dass dort – trotz aller Notwenigkeit dieser Konferenzen – der Klimaschutz nicht schnell genug vorangebracht wird. Die SPD-Bundestagsfraktion begleitet den UN-Klimaprozess seit langem sowohl kritisch als auch konstruktiv – übrigens nicht nur zu Konferenzzeiten.
Um mehr Verbindlichkeit und ambitionierte Zusagen zur Treibhausgasreduktion zu erreichen, sollte es neben dem UN-Klimaprozess eine Allianz der klimapolitisch fortschrittlichen Staaten geben. Eine solche Allianz der Vorreiter würde den Druck auf die Bremser beim Klimaschutz erhöhen, positive Vorbilder in den Mittelpunkt rücken und zudem zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen wegen ihrer Innovationskraft gut für die Wirtschaft sind und unabhängig von teuren Ressourcen machen. Die Bedeutung fossiler Energien – nicht nur Kohle, sondern auch Gas – wird sich mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zunehmend verringern.
Herzliche Grüße
Ute Vogt