Frage an Renate Künast von Christoph K. bezüglich Kultur
Ich grüße Sie sehr Frau Künast !
Wenn Sie es gestatten würde ich gerne die Frage an Herrn Ströbele (z.Z. noch nicht beatwortet) hier wiederholen und ihren Standpunkt zum Thema Cannabis und Hanfverbot erfahren.
Wissen Sie daß es in Deutschland eine große Anzahl (ca. 4 Millionen) Konsumenten der Kulturpflanze Hanf gibt, zum großen Teil Menschen die es zu medizinischen zwecken schwer benötgen ? Wie kann den Patienten ihr Medikament vorenthalten werden - und - wie kann es sein, daß jeder Erwachsene in Deutschland, das Maß an Eigenverantwortung haben darf, soviel Alkohol zu trinken wie man nur kann, aber eine vergleichbar berauschende Substanz wie der Hanf auf das schwerste verboten ist ?
Ich möchte Sie aus der "Anne Will" Folge der ARD zitieren :
"Mir fällt partout kein Verbot ein, daß abgeschafft werden sollte."
Ist dies in Anbertracht dieser Fakten immer noch ihr Ernst, wenn ich das noch abschließend fragen darf ?
Weiterhin wünsche ich mir die Grünen als wichtiges ökologisches und gerechtigkeitsvertretendes Gewicht in der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zurück - und hoffe sehr dies tritt gegen 2009 ein !
Mit herzlichen Grüßen
Chr. Kernmann
Sehr geehrter Herr Kernmann,
zu Cannabis und der Verwendung zu medizinischen Zwecken gibt es einen Antrag der grünen Bundestagsfraktion. Wir wollen erreichen, dass diejenigen Patientinnen und Patienten, die Cannabis aufgrund einer nachzuweisenden ärztlichen Empfehlung verwenden, keine Strafverfolgung befürchten müssen. Außerdem fordern wir die Bundesregierung auf, im Falle der arzneimittelrechtlichen Zulassung eines Medikaments auf Basis eines Cannabisextrakts diesen Extrakt betäubungsmittelrechtlich verschreibungsfähig zu machen.
Den grünen Antrag finden Sie hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/072/1607285.pdf
Mit freundlichen Grüßen,
Katrin Langenbein