Frage von Sarah D. •

Wie stehen Sie zur Einführung der 4-Tage-Woche oder Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich? Würden Sie das staatlich unterstützen?

Portrait von Reem Alabali-Radovan
Antwort von
SPD

Sehr geehrte Frau D.,

vielen Dank für Ihre Frage!

Eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist in Deutschland bereits Realität. Immer mehr Arbeitnehmer*innen arbeiten nicht mehr in Vollzeit. Dies hat die verschiedensten Gründe. Wichtig ist dabei aber auch, dass der Übergang von Voll- in Teilzeit, sowie die Rückkehr zur Vollzeit, naht- und für alle Seiten problemlos geschieht. Deshalb hat sich die SPD auch erfolgreich für das Recht auf Teilzeit eingesetzt.

Bei der Vielzahl der verschiedensten Arbeitsmodelle und auch Bereiche sind gesetzliche Regelungen zur Reduzierung bei vollem Lohnausgleich vielleicht nicht die effektivsten Möglichkeiten. Ich finde, dass eine Flexibilisierung (v.A. aus Sicht für Arbeitnehmer*innen) erfolgsversprechender sein könnte. Und für niemandem sollte das gewählte Arbeitszeitmodell ein Nachteil mit sich bringen.

Die grundsätzlichere Frage ist für mich daher, wie wir es schaffen, dass die Vereinbarkeit von Familie & Beruf, sowie die gleiche Lastenverteilung bei der häuslichen Carearbeit zwischen den Partnerinnen und Partnern gewährleistet werden kann.

Wenn der Arbeitsmarkt letztlich Löhne, Carearbeit und die Vereinbarkeit von Familie & Beruf klug und insbesondere flexibel mitdenkt, dann benötigen wir auch keine festen gesetzlichen Regelungen zur Reduzierung Aller.

Einer Flexibilisierung i.S.v. mehr Arbeitsstunden hingegen lehne ich ab. Erholungsphasen sind für Arbeitnehmer*innen besonders wichtig und an diesen sollte nicht gekürzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Reem Alabali-Radovan

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