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Frage von Julian S. •

Frage an Peter Altmaier von Julian S. bezüglich Umwelt

Sehr geehrter Herr Altmaier,

weniger ein Frage als ein Vorschlag zur Novellierung des EEG, sprich ein EEG 2.0:

Eigenschaften des Vorschlags :
technologieoffen, bedarfsgerecht, selbstregulierend, Innovation fördernd, etc.

Ausgestaltung:
Die EEG Umlage 2.0 gilt unabhängig von der eingesetzten Technologie und berechnet sich aus dem aktuellen Strompreis an der Strombörse EEX multipliziert mit einem Faktor x. x ist ein vom Ministerium festgelegt Wert, der sich degressiv zum Ausbauziel hin verhält. Als Startwert könnte man die derzeitige durchschnittliche Vergütung von EEG Strom verwenden.

Beispiel:
aktuelle Börsenstrompreis/kWh(stundengenau) = 4,69 ct
Bsp: Startfaktor x = 1,8

x * Preis = 4,69ct/kWh * 1,8 = 8,44 ct/kwh Vergütung

Vorteile:
-> Anhand des EEX Preises ergibt sich, dass zu jeder Zeit die Vergütung der Nachfrage angepasst ist. Somit lohnt sich der Einsatz von EEG-Technologien für die Anlagentreiber insbesondere dann, wenn der Bedarf hoch ist, das Angebot aber gering.

-> Technologien, die Strom bedarfsgerecht liefern können, werden hierdurch zusätzlich attraktiver ( hohes Innovationspotential , bessere Netzstabilität)

-> Der Ausbau muss nicht zusätzlich gedeckelt werden, da sich X degressiv verhält und bei schnellem Voranschreiten zum Ausbauziel die Förderung stark abgeschwächt wird (selbstregulierend).

Anforderung:
Die Vergütung müsste individuell und angepasst an den aktuellen Börsenstrompreis erfolgen.

Nebenbemerkung:
Zusätzliche Förderprogramme und Subventionen für Technologien, die bei diesem stark marktorientierten Modell zu kurz kämen(zb. Offshore), sollten nicht über die Umlage, sondern über andere Förderwege bezuschusst werden.

-Ende des Vorschlags-

Ich hoffe diese Plattform bietet die Möglichkeit, dass ein solcher Vorschlag wahrgenommen werden kann. Über ein Rückmeldung und konstruktive Kritik würde ich mich freuen. Was denken Sie ?

Mit freundlichen Grüßen

Julian S.

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre Email vom 12. Oktober 2012, in der Sie um Stellungnahme zu einem Vorschlag zur Weiterentwicklung des EEG bitten.

Der von Ihnen unterbreitete Vorschlag für die Förderung im Rahmen eines "EEG 2.0" sieht vor, dass alle erneuerbaren Energien die gleiche Förderung erhalten sollen. Dies würde für einige Technologien zu einer Überförderung und für andere Technologien zu einer Unterförderung führen. Es ist jedoch notwendig, die einzelnen Technologien unterschiedlich zu fördern, da sie unterschiedliche Rahmenbedingungen (z.B. unterschiedliche Stromgestehungskosten) aufweisen.

Gleichwohl wird das Bundesumweltministerium diese und andere Vorschläge, die von interessierter Seite an das BMU zur Fortentwicklung des EEG herangetragen werden, bei der Diskussion um die Reform des EEG und bei der nächsten Evaluierung des EEG prüfen und berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Altmaier, MdB