Ottilie Klein
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CDU
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Frage von Sasa S. •

Post covid und Me cfs Forschung: Was gedenket sie als CDU für die Hunderttausende Me cfs und Post covid kranker zu tun

Ergänzungen:

Ich selbst mit 48 Jahren betroffen und muß jetzt Rente beantragen. Kein einziges Medikamente steht zu Verfügung. Es gibt seit Covid mehr Kranke als mit MS und da gibt es 16 Medikamente.

Ottilie Klein
Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre Frage. Die Unionsfraktion wird die Betroffenen von Long-Covid und ME/CFS und ihre Angehörigen nicht alleinlassen. In den letzten Jahren forderten wir von der Bundesregierung, deutlich mehr in Forschung zu Long Covid ME/CFS und dem Post-Vac-Syndrom zu investieren. Mit Erfolg.

Wir setzen uns für eine verstärkte Förderung der Grundlagenforschung ein, um wirksame Therapien und Medikamente zu entwickeln. Gleichzeitig planen wir eine bessere Vernetzung von Versorgungszentren, Ambulanzen und Beratungsstellen, wie die Long COVID-Ambulanz der Charité Berlin, um flächendeckend qualifizierte Unterstützung zu gewährleisten. Näheres zu dem Thema finden Sie auch in unserem Antrag mit dem Titel „Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Long- und Post-Covid sowie Post-Vac-Syndrom jetzt verbessern – Gesundheitliche Pandemiefolgen ernst nehmen“ (Drucksache 20/6707) vom 09.05.2023.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat das Thema Long-Covid und ME/CFS wiederholt auf die politische Tagesordnung gesetzt, da die rund 2,5 Millionen Betroffenen allein in Deutschland dringend Unterstützung benötigen. So konnten wir die Bundesregierung dazu bewegen, mehr in die Erforschung von Long-Covid, ME/CFS und Post-Vac-Syndrom zu investieren (siehe unsere Große Anfrage im März 2024: Drucksachen 20/884620/10544). 

Die Union setzt sich insbesondere für folgende Maßnahmen ein:

  1. Stärkung der Grundlagenforschung: Wir forderten das Bundesforschungsministerium auf, die Mittel deutlich aufzustocken, da ohne eine solide wissenschaftliche Basis keine effektiven Therapien oder Medikamente entwickelt werden können. Die vor März 2024 bereitgestellten Mittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro für das Jahr 2024 waren völlig unzureichend.
  2. Koordinierung und Vernetzung: Es braucht eine zentrale Strategie, bei der Grundlagenforschung und Versorgungsforschung ineinandergreifen. Wir forderten daher eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bundesforschungs- und Bundesgesundheitsministerium sowie den Aufbau einer zentralen Koordinierungsstelle, die Netzwerke aus Kompetenzzentren und interdisziplinären Ambulanzen etabliert.
  3. Verbesserung der Versorgung: Wir plädieren für eine umfassende Versorgung von Betroffenen durch die Einführung von Chronikerpauschalen, die Aufnahme in Disease-Management-Programme und die Vereinfachung bei Renten- und Pflegeanträgen. Dies ist entscheidend, um die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Erkrankungen zu mildern.
  4. Europäische Zusammenarbeit: Wir setzen uns für die Vernetzung der nationalen Forschung mit europäischen Initiativen ein, da viele EU-Staaten bereits substanzielle Fördermittel bereitgestellt haben.
  5. Langfristige Strategie: Eine „Dekade gegen Long Covid“ ist dringend notwendig. Wir wollen eine ambitionierte Forschungsagenda entwickeln und dabei die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Versorgungseinrichtungen intensivieren.

Wir haben die letzten Jahre kontinuierlich Druck auf die Regierung aufgebaut und konnten so viel für Menschen, die unter Long Covid und ME/CFS leiden, erreichen. Klar ist jedoch, dass hier noch mehr geschehen muss.

Die CDU/CSU-Fraktion wird auch weiterhin alles daransetzen, dass die Belange der Betroffenen von Long-Covid, ME/CFS und dem Post-Vac-Syndrom in den Fokus der Politik rücken.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Ottilie Klein 

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