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Frage von Ernest G. •

Frage an Frank Steffel von Ernest G. bezüglich Verkehr

Sehr geehrter Herr Steffel,

ich bin dafür, dass die U8 von Wittenau aus endlich zum Märkischen Viertel, und darüber hinaus, verlängert wird, damit auch der Märkische Viertel eine U-Bahn-Anbindung hat. Ein Bekannter von mir, der dort wohnt, hält stattdessen eine Straßenbahnanbindung ins Märkische Viertel für sinnvoll.

Lässt sich da was realisieren? Wenn ja, welches dieser Projekte lässt sich am ehesten realisieren, und wann?

Halten Sie eine U6-Verlängerung über Alt-Tegel hinaus für reallistisch, und wenn ja, wohin?

Und halten Sie im Stadtteil Heiligensee eine U-Bahnanbindung für angebracht?

Und was soll Ihrer Meinung nach entstehen, falls der Flughafen Tegel tatsächlich 2012 geschlossen wird?

Ich bin aber eher der Meinung, dass der Flughafen Tegel auch nach der Eröffnung des BBI-Flughafens in Schönefeld geöffnet bleiben soll, zumindest für Inlands- und Regierungsflüge sowie für Flugreisen in die Nachbarländer.

Mit freundlichen Grüßen

Ernest Goetz

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Goetz,

die Verlängerung der U8 in das Märkische Viertel ist eine sinnvolle Forderung, die die CDU Reinickendorf bereits 2006 in ihr Wahlprogramm aufgenommen hat. Die Anbindung ist deshalb sinnvoll, weil sie den realen Verkehrsströmen entspricht. Der Wilhelmsruher Damm würde entlastet und die Attraktivität des Märkischen Viertels gesteigert werden.

Trotz in der Presse immer wieder zu entnehmenden Planungen und Vorstellungen, ist eine Straßenbahnanbindung nach Pankow nicht realisierbar, da der Wilhelmsruher Damm mit einem nicht vertretbaren Aufwand umgebaut werden müsste. Die Hauptverkehrsströme verlaufen in Richtung Wittenau und Kurt-Schumacher-Platz. Eine Anbindung in Richtung Pankow wäre daher nicht sinnvoll. Solange der Senat nicht weiter in die Verkehrsinfrastruktur des Berliner Nordens investiert, halte ich die kurzfristige Umsetzung beider Projekte für nicht realisitisch.

Eine Verlängerung der U6 über Alt-Tegel und Heiligensee hinaus halte ich nicht für realistisch. Wenn man auf den Plan des U- und S-Bahnnetzes blickt, wird man feststellen, dass Reinickendorf über ausgesprochen gute Schienenanbindungen verfügt. Zum Beispiel die S1 bis Oranienburg, die S25 bis Henningsdorf sowie die Linien U8 bis Wittenau und die U6 bis Alt-Tegel. Wir Reinickendorfer können Stolz sein, in so einem wunderschönen mit viel Wald- und Grünflächen ausgestatteten Bezirk und Umland zu leben. Und genau an dieser Stelle sollten wir uns unsere Grenzen des Machbaren setzen. Die jahrelangen Arbeiten einer U-Bahnstrecke würden unübersehbare Schäden in unseren Forsten anrichten. Mit viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl wird das Bezirksamt Reinickendorf auch weiterhin die Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung sowie den Berliner und Brandenburger Verkehrsbetrieben suchen, um für Reinickendorf die besten Möglichkeiten im Nahverkehr auszuschöpfen.

Zum Flughafen Tegel: Die juristischen und planungsseitigen Sachverhalte sind eindeutig. Tegel wird geschlossen, sobald BBI in Betrieb gehen kann. Nur eine wesentliche Veränderung des Flugverkehrs oder der Situation in Schönefeld kann zu einer Veränderung führen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank Steffel