Hallo Herr Artun, Sie stimmen für die Erhöhung des Rentenalters, da die Leute länger leben. Dies würde für viele Menschen enorme finanzielle Einbußen mit sich bringen, gerade in "harten" Berufen.
Ich stimme in vielen Dingen mit den Grünen überein, allerdings stimmten Sie im Fragenkatalog bei Parteispenden für Spenden, beim Rentenalter für ein höheres Eintrittsalter und gegen die Wehrpflicht.
Ich sehe Parteispenden von großen Unternehmen als fragwürdig, wg. der Einflussnahme in Gesetzesinitiativen.
Bei Renten, wie oben genannt.
Die Wehrpflicht als soziales Jahr für alle jungen Leute wäre doch eine wichtige Sache, um jungen Menschen eine Richtung zu geben, wie es in der Praxis aussieht. Das könnte man mit der Wehrpflicht kombinieren.
Danke für Ihre Mühe.
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Sehr geehrter Herr P.,
vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an den Positionen von Bündnis 90/Die Grünen. Ich möchte gerne auf Ihre Punkte eingehen:
Parteispenden:
Wir setzen uns für Transparenz bei Parteispenden ein und haben strenge interne Richtlinien. Gleichzeitig sehen wir Spenden als legitimes demokratisches Instrument zur Unterstützung politischer Arbeit. Wir befürworten jedoch eine Absenkung der Veröffentlichungsschwelle und arbeiten an Vorschlägen zur weiteren Regulierung.
Rentenalter:
Als Grüner setze ich mich für ein flexibles Renteneintrittsalter ein, das die individuellen Lebens- und Arbeitssituationen berücksichtigt. Ich will keine pauschale Erhöhung des Rentenalters (insb. nicht sofort), sondern strebe ein gerechtes System an, das sowohl die steigende Lebenserwartung als auch die Belastungen in verschiedenen Berufen berücksichtigt. Für Menschen in körperlich anstrengenden Berufen planen wir besondere Unterstützung und Ausgleichsmaßnahmen. Unser Ziel ist es, die Rente langfristig zu sichern und gleichzeitig faire Lösungen für alle Berufsgruppen zu finden. Wir arbeiten an Konzepten, die finanzielle Einbußen vermeiden und die Lebensleistung aller angemessen würdigen.
Wehrpflicht:
Wir bevorzugen ein freiwilliges soziales Jahr für alle Altersgruppen. Dies fördert gesellschaftliches Engagement ohne Zwang. Eine Rückkehr zur Wehrpflicht sehen wir kritisch, da sie nicht den aktuellen sicherheitspolitischen Anforderungen entspricht.
Ich hoffe, diese Erläuterungen helfen Ihnen, unsere Positionen besser nachzuvollziehen. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Alpay Artun