Wie stehen Sie zu einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit der Bundesbeamten/innen von derzeit 41 auf 39 Stunden in der kommenden Legislaturperiode?
Meine Frage nimmt Bezug auf die Antwort zur Petition 79906 (mit 57.893 Mitzeichnern), wonach das derzeit noch CSU-geführte Bundesministerium für Inneres und Heimat eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit ausschloss.

Sehr geehrter Herr S.,
Ich setze mich klar für eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit der Bundesbeamt:innen von 41 auf 39 Stunden ein. Die derzeitige Regelung führt zu einer Benachteiligung gegenüber Tarifbeschäftigten, deren Wochenarbeitszeit bereits bei 39 Stunden liegt. Diese Ungleichbehandlung ist nicht nur ungerecht, sondern auch ein Hemmnis für eine moderne, familienfreundliche Arbeitskultur im öffentlichen Dienst.
Die Linke steht für gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist nicht nur ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit für Beamt:innen, sondern stärkt auch die Attraktivität des öffentlichen Dienstes insgesamt. Gerade in Zeiten, in denen der Staat qualifizierte Fachkräfte dringend benötigt, darf er sich nicht durch überholte Arbeitszeitregelungen selbst im Weg stehen.
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Flach Gomez