Wie stehen Sie zu einem Feuerwerksverbot in privaten Händen?
Sehr geehrter Herr Heil,
Menschen, Haus- und Wildtiere , Rettungskräfte sowie die Umwelt leiden in immer stärkerem Ausmaß. Es ist doch die Aufgabe der Bundesregierung seine Bürger zu schützen.
Ein Feuerwerk ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und hat auch nichts mit gelebter Tradition zu tun.
Die Unterschriften von Peditionen seriösen Ursprungs , können doch nicht einfach ungehört und unbeachtet unter den Tisch fallen.
Es gibt andere Möglichkeiten, durch Laser- Licht oder Drohnenshows allen Menschen zu einem friedlichen und schönen Jahreswechsel zu verhelfen und dabei gleichzeitig etwas für den Tier - und Umweltschutz zu tun.
Ein Verbot durchzusetzen erfordert immer etwas Mut und ist sicher nicht einfach. Aber leider ist es manchmal nicht anders möglich um ein friedliches miteinander zu gewährleisten

Sehr geehrte Frau C.
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Der gezielte Abschuss von Feuerwerksraketen auf Wohnungen sowie auf Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei ist erschütternd und vollkommen inakzeptabel. Die Erlaubnis zum Besitz von Schreckschuss-, Reizgas- und Signalwaffen muss durch strengere Regelungen im Waffenrecht eingeschränkt werden. Kugelbomben, wie sie in Berlin eingesetzt wurden, sind bereits heute illegal und damit verboten. Daher sind stärkere Grenz- und Einfuhrkontrollen notwendig, um deren Verbreitung zu verhindern.
Die Täter solcher Angriffe müssen konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Für die Zukunft ist es entscheidend, dass Städte und Kommunen in bekannten Brennpunkten Böllerverbotszonen einrichten, und die Möglichkeiten haben, die Einhaltung dieser Verbote konsequent durchzusetzen. Diese gezielte Regulierung ist bereits heute möglich und ermöglicht es, auf regionale Gefahrenlagen angemessen zu reagieren.
Ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk lehne ich aber ab, da die überwiegende Mehrheit der Menschen verantwortungsvoll und friedlich damit umgeht. Ein solches Verbot könnte außerdem den illegalen Handel mit Feuerwerkskörpern fördern.
Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Heil, MdB