Frage an Horst Schnellhardt von Bernhard F. bezüglich Außenpolitik und internationale Beziehungen
Sehr geehrter Dr. Schnellhardt,
der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt mit Datum vom 8. Oktober 2008 ( http://www.ksta.de/html/artikel/1223244077026.shtml ):
"Ein Bündnis von 52 internationalen Hilfsorganisationen hat vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage in Somalia gewarnt. Angesichts hoher Unsicherheit in dem Krisenstaat, hoher Lebensmittelpreise und Dürre drohe sich die Lage noch weiter zu verschlimmern. <...> Mehr als drei Millionen Menschen, fast die Hälfte der somalischen Bevölkerung, sei mittlerweile dringend auf Lebensmittelhilfe angewiesen <...> Die internationale Gemeinschaft hat die somalische Zivilbevölkerung völlig im Stich gelassen."
Solange es Meldungen dieser Art gibt, warum wird die inländische Lebensmittelproduktion in gefährdeten Staaten nicht stärker gefördert? Um nicht zu stark mit einheimischen Produzenten auf ihren eigenen Märkten zu konkurrieren könnte man z.B. Nahrungsergänzungsmittel für Schulkinder herstellen, die dringenden Bedarf decken ohne andere Ernährung zu verdrängen, weil man von Nahrungsergänzungsmitteln nunmal nicht satt wird. Eine weitere Möglichkeit Konkurrenz zu vermeiden wäre Produktion zur Herstellung von Biodiesel, aber mit der Option in Krisensituationen Nahrungsmittel billiger abzugeben. Beide Möglichkeiten würden auch Arbeitsplätze in den betroffenen Ländern schaffen und damit eine Ursache für Armut reduzieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Fastenrath