Frage an Bernd Sibler von Rudolf R. bezüglich Finanzen
Sehr geehrter Herr Sibler,
durch die Ablehnung von der Region München als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018
werden Beträge in Milliardenhöhe nicht mehr benötigt.
Meine Frage, die auch an Ihre anderen Kollegen aus Niederbayern gerichtet wird:
Was wollen Sie unternehmen, um einen Teil dieses Geldes für Infrastrukturmaßnahmen in
Niederbayern sichern?
Grüße aus Passau
Rudolf Rothe
Sehr geehrter Herr Rothe,
vielen Dank für die Anfrage. Hätte München die Olympiade bekommen, wären Sondermittel und Sondertöpfe vor allem auf Bundesebene geschaffen worden. Prominentestes Beispiel ist wohl die 2. S-Bahn-Stammstrecke. Diese Dinge müssen nun anders - voraussichtlich aus regulären Programmen - finanziert werden. Eigene Olympiamittel waren bislang nirgends ausgewiesen. Sie haben aber mit Sicherheit in den letzten Tagen die Initiativen der niederbayerischen MdLs, MdBs und vor allem der Landräte (Aufbruch Niederbayern) verfolgt. Ich denke, dass das der richtige Ansatz war, um unsere Region in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Vor allem im Hochschulbereich, in dem ich als zuständiger Ausschussvorsitzender im Bayerischen Landtag besondere Verantwortung trage, gibt es Zusagen: Das Konzept Technik Plus an der Universität in Passau und an der HAW Deggendorf wird gefördert werden. In Straubing wird der Wissenschaftsstandort weiter ausgebaut. Damit können junge Menschen in Niederbayern besser als bisher technische Wissenschaften studieren und sind so nicht gezwungen, in die Zentren abzuwandern - Rückkehr ungewiss.
In diese Richtung müssen wir weiterarbeiten. Vor allem in den Bereichen der Verkehrspolitik ist dies dringend notwendig.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Sibler, MdL