Hallo, wieso binden Sie das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung und nicht an die Produktivitätsentwicklung?
Sehr geehrter Herr Franz-Gerstein,
müßten Sie die Frage des Renteneintrittsalters nicht noch viel weitergehend an die Frage des Rentenversicherungssystems binden? Ihre derzeitige Position unterstellt das bisherige geteilte System von Angestellten-Renten, Freiberufler-Renten und Beamtenpensionen (incl. Abgeordneten- und Ministerpensionen) als unveränderlich. Dass es besser geht, zeigen einige unserer Nachbarländer.

Sehr geehrter Herr N.,
ich bin da ganz bei Ihnen: Was die Rente und insgesamt die Sozialversicherungen angeht müssen wir 1. so schnell wie möglich reformieren und wären 2. gut beraten, da auf die Länder zu schielen die das schon besser geregelt haben. Das Konzept der Bürgerversicherung, welches wir GRÜNEN hier ins Spiel bringen ist gut geeignet das Problem zu lösen. Eine Kopplung an die Produktivitätsentwicklung halte ich für schwierig, alleine schon weil damit Care-Arbeit nicht sinnvoll berücksichtigt wird. Aber richtig ist: Die Produktivität pro Arbeitsstunde zu steigern ist ein guter Weg, die Sozialsysteme zu entlasten.
Viele Grüße
Moritz Franz-Gerstein